Montag, 3. Februar 2014

Endlich (rauch)frei


Nach einem Quartal, so denke ich, kann man endlich offenbaren, dass man es eindeutig geschafft hat!

Seit genau drei Monaten rauche ich nicht mehr und bin unheimlich stolz darauf, weil ich sehr lange geraucht habe. Es war das Einzige, was ich meinem Körper antat, mit dem Bewusstsein das es tödlich oder zumindest sehr ungesund ist.

Doch wie jeder, der einer Sucht anhängt, ist es schwer damit aufzuhören. Viele leugnen entweder die negative Auswirkung ganz, beschönigen sie oder ignorieren sie vehement.
Mir ging es seit Jahren nicht mehr so. Seit ich meine Ernährung umgestellt habe, gesünder lebte als je zuvor und ich es sichtlich genieße so zu leben, störte das Rauchen irgendwie immer das Gleichgewicht.

So beschloss ich, und tat dies öffentlich kund, dass ich, sobald ich weniger Stress habe und meine Auszeit in Spanien nehmen würde, aufhören würde zu rauchen.

Die ersten zwei Wochen war es schwer, gerade beim Warten auf den Bus oder meine Feierabendzigarette fehlten mir sehr und ich musste mich zwingen keine Zigarette zu erbitten oder gar zu kaufen. Danach vergaß ich manchmal streckenweise, dass ich jemals geraucht habe. Auch denke ich heute sehr selten daran, vor allem seit ich in der Wohnung in Sevilla lebe. Der Alltag aus Deutschland hat mich nicht mehr, hier ist alles anders und neu, so fällt es mir wahrscheinlich leichter nicht daran zu denken.
Ich habe auch überhaupt kein Bedürfnis mehr danach eine zu rauchen....

Nach 17 Jahren des Rauchens, habe ich einfach aufgehört! Weil ich es wollte und mir wichtig war!

Geist über Körper :D

Ich denke, dass viele Faktoren eine Rolle spielen, aber vor allem der Wille, nicht mehr rauchen zu wollen, muss 150% vorhanden sein. Halbherzige Aktionen bringen einen da nicht weiter.

Daher möchte ich alle - die meinen Blog lesen - motivieren, es zu wollen ;)

Es ist ein unglaubliches Gefühl, dass man nach so langer Zeit feststellt, dass man immer noch das Sagen im eigenen Haus hat ;) - Nicht die "Sucht" bestimmt das Leben, sondern man selbst bestimmt es.
Allein ob dieses Gefühls empfehle ich jedem - egal nach was er/sie süchtig ist - durchzuhalten.
Kontrolle über etwas Schwieriges zu bekommen, ist wohl das Gefühl, wenn jemand einen Berg erklimmt und auf dem Gipfel steht, in die tiefsten Tiefen taucht oder an einem Marathon teilnimmt. Es ist aber nur erhebend, wenn man sich nach einiger Zeit einfach mal hinsetzt und darüber nachdenkt wie gut man das doch hinbekommen hat [die Sportler spüren es sogar sofort, wenn durch Überansregung das Glückshormon sprudelt}
Hierbei klopfe dir selbst auf die Schulter und sage dir: Hast du gut gemacht.


Hab ich gut gemacht!

In Liebe
Eure Kerry

Kommentare:

  1. Hey, herzlichen Glückwunsch, Kerry! Das ist ganz toll und es freut mich sehr, dass du eine Erfolgsstory zum Thema Suchtentwöhnung hat! Ich drücke dir alle Daumen, dass du durchhältst! Ganz liebe Grüße, Maren

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    1. Vielen Dank Maren für die Glückwünsche.
      Ich dachte vielleicht hilft es, wenn ich meinen Erfolg mit anderen teile, sie zu motivieren...
      Und ich glaube nicht, dass ich gefährdet bin noch einmal anzufangen, aber man weiß ja nie ;)

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  2. Das ist klasse, ich freu mich für dich :) hab ich vor ein paar Jahren auch geschafft (okay. Zugegeben ich hab nicht viel geraucht ^^) von daher kenne ich das Gefühl gut :) leider hab ich danach ganz schön zugelegt, da ich wieder mehr gefuttert hab -.-
    Alles Gute für dich, bin mir sicher, dass du durchhältst :)

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    1. Danke liebe Raven, ich mache es besonders hart gerade, da ich auch noch am Abenehmen bin :D
      Aber in der Regel nehme ich ab, wenn ich weniger rauche, was auch immer sehr komisch war, aber mir evtl. jetzt hilft weiter abzunehmen!! Drück mir die Daumen, dass beides zusammen klappt ;)

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  3. Liebe Kerry, ich gratuliere dir von Herzen zu deinen ersten Schritten..
    und mich motivieren solche Berichte immer wieder!
    Von 1999-2009 war auch in eine, die es geschafft hatte... viiieeele Kilo schwerer, aber froh, nicht mehr nach dem ollen Zeug zu riechen, hatte ich das Rauchen vergessen.
    Bis ich auf einer Feier fragte, ob ich maaaal einen Zug nehmen darf..
    seit dem bin ich immer noch schwerer -und verpeste mich wieder.
    und ich hab vergessen, wie ich durchhhalten kann...
    Bitte schreib wieder über deine Erfolge!

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  4. Hui, dankeschöööön!
    Denk weiterhin nicht besonders oft daran ;)
    Und du hast Recht. Ich behaupte immer, denn es wird einfach unterschätzt, dass man ebenso ein nicht-rauchender Raucher bleibt wie ein nicht-trinkender Alkoholiker! Und man darf nicht auch nur den kleinsten Zug nehmen, sonst wird man wieder rückfällig.... Vielleicht machst du es nochmal... das mit dem Aufhören ;)

    Viel Durchhaltevermögen wünsche ich dir dann!!!

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